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Google Ads für Zahnärzte: was ein Klick kostet, wann sich Anzeigen rechnen und welche Fehler Geld verbrennen

Daniel Walter

Daniel Walter · Ihr fester Ansprechpartner, DoktorLeads

4. August 2026 · 13 min Lesezeit

Balkendiagramm mit Klickpreisen für sechs Zahnarzt-Suchbegriffe bei Google, von 2,27 bis 9,04 Euro

Google Ads für Zahnärzte kostet je nach Suchbegriff zwischen rund 2 und 9 Euro pro Klick, und ob sich das rechnet, entscheidet sich an drei Stellen: an den Suchbegriffen, die Sie buchen, an der Seite, auf der der Patient landet, und an der Behandlung, um die es geht.

Das ist die ganze Antwort, und der Rest dieses Artikels füllt sie mit Zahlen. Die meisten Texte zu diesem Thema kommen von Agenturen, die Google Ads verkaufen, und nennen keinen einzigen Preis. Wir nennen die Preise, die Google selbst für Zahnarzt-Suchen ausgibt, rechnen ein Budget von 500 und von 1.500 Euro durch und zeigen, an welchen Stellen Praxen Geld verlieren, ohne es zu merken.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Klick auf eine Zahnarzt-Anzeige kostet in Deutschland aktuell zwischen 2,27 Euro ("professionelle zahnreinigung kosten") und 9,04 Euro ("zahnarzt termin"). Quelle: Google Ads Keyword Planner, Stand September 2026.
  • Mit 500 Euro im Monat kauft eine Praxis je nach Suchbegriff 55 bis 220 Klicks. Bei einer Anfrage-Quote von 5 Prozent sind das 3 bis 11 Anfragen. Ob das reicht, hängt davon ab, welche Behandlung dahintersteht.
  • Der teuerste Fehler ist die Startseite als Ziel der Anzeige. Wer für "Implantate" wirbt, muss auf einer Implantat-Seite landen, sonst zahlt er den Klick und verliert den Patienten.
  • Google Ads und Suchmaschinenoptimierung sind kein Entweder-oder: Anzeigen bringen ab Tag eins Anfragen, die Sichtbarkeit bei Google ohne Anzeigen braucht Monate und hält dann ohne laufende Klickkosten.
  • Das Heilmittelwerbegesetz gilt auch für Anzeigen: keine Vorher-nachher-Bilder, keine Heilversprechen, keine Preise als Lockangebot.
  • In einer Oralchirurgie-Praxis stiegen die eigenen Implantat-Anfragen pro Monat um 130 Prozent, bei 34 Euro pro Anfrage. Solche Werte sind möglich, aber nicht garantiert, sie hängen an Standort, Behandlung und Website.

Wie Google Ads für eine Zahnarztpraxis funktioniert

Google Ads zeigt Ihre Praxis ganz oben in den Suchergebnissen, wenn jemand einen Suchbegriff eingibt, den Sie gebucht haben, und Sie zahlen erst, wenn er auf die Anzeige klickt.

Das Prinzip ist eine Auktion. Für jede Suche entscheidet Google in Sekundenbruchteilen, welche Anzeigen erscheinen und in welcher Reihenfolge. Zwei Dinge zählen: wie viel Sie bereit sind zu zahlen, und wie gut Ihre Anzeige und Ihre Zielseite zur Suche passen. Google nennt das zweite den Qualitätsfaktor. Eine Praxis mit passender Anzeige und passender Seite kann deshalb weniger pro Klick zahlen als der Wettbewerber, der einfach mehr bietet.

Für eine Zahnarztpraxis heißt das konkret: Sie buchen Begriffe wie "zahnarzt berlin mitte", "professionelle zahnreinigung hamburg" oder "implantologe köln". Wer das eingibt, sucht gerade jetzt eine Praxis. Das ist der Unterschied zu einer Anzeige in der Zeitung oder auf Instagram: Bei Google kommt der Patient mit einer Absicht, bei allen anderen Kanälen unterbrechen Sie ihn.

Die Anzeige selbst ist Text: drei kurze Überschriften, zwei Beschreibungszeilen, die Adresse, die Telefonnummer, oft ein Link zur Online-Terminbuchung. Mehr Platz gibt es nicht, und genau deshalb zählt jedes Wort.

Was ein Klick kostet: echte Zahlen für Zahnarzt-Suchen

Ein Klick auf eine Zahnarzt-Anzeige kostet in Deutschland derzeit zwischen etwa 2 und 9 Euro, je nachdem, wonach gesucht wird.

Die folgenden Werte stammen aus dem Google Ads Keyword Planner, abgerufen am 5. September 2026 für Deutschland. "Durchschnittlicher Klickpreis" ist, was Werbetreibende im Mittel zahlen. "Gebot für Platz 1" ist die Spanne, die Google für die oberste Position nennt.

SuchbegriffSuchen pro MonatDurchschnittlicher KlickpreisGebot für Platz 1
professionelle zahnreinigung22.2006,27 €1,64 bis 6,33 €
zahnarzt berlin12.1006,04 €2,52 bis 8,55 €
professionelle zahnreinigung kosten5.4002,27 €0,69 bis 2,55 €
zahnarzt notdienst berlin3.6002,67 €0,80 bis 2,54 €
zahnarzt termin1.3009,04 €2,42 bis 9,46 €
bleaching zahnarzt1.3003,71 €0,92 bis 3,27 €

Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Die Suche mit der klarsten Absicht ("zahnarzt termin") ist die teuerste. Wer einen Termin sucht, ist kurz vor der Buchung, und das wissen alle Praxen, die mitbieten. Zweitens: Die Frage nach den Kosten einer Zahnreinigung ist mit 2,27 Euro deutlich günstiger als der Begriff ohne "kosten". Wer nach Kosten sucht, vergleicht noch. Das ist kein schlechter Klick, aber ein anderer Moment.

Für einige Begriffe gibt Google keine Werte aus, etwa für "zahnimplantat kosten" oder "veneers kosten". Das liegt an den Werberichtlinien für Gesundheitsthemen, nicht daran, dass niemand danach sucht. Wer diese Behandlungen bewerben will, arbeitet mit Kombinationen aus Behandlung und Ort, zum Beispiel "implantologe berlin", und sieht die Klickpreise erst im laufenden Konto.

Was ein Klick kostet: sechs Zahnarzt-Suchen bei GoogleBalkendiagramm mit sechs Suchbegriffen und ihrem durchschnittlichen Klickpreis von 2,27 bis 9,04 Euro, dazu das monatliche Suchvolumen. Der Balken für zahnarzt termin ist mint markiert. Was ein Klick kostet Durchschnittlicher Klickpreis für sechs Zahnarzt-Suchen bei Google, Deutschland zahnarzt termin9.04 €1.300 Suchen/Monatprofessionelle zahnreinigung6.27 €22.200 Suchen/Monatzahnarzt berlin6.04 €12.100 Suchen/Monatbleaching zahnarzt3.71 €1.300 Suchen/Monatzahnarzt notdienst berlin2.67 €3.600 Suchen/Monatprofessionelle zahnreinigung kosten2.27 €5.400 Suchen/Monat Quelle: Google Ads Keyword Planner über DataForSEO, Stand 5. September 2026. Mint: die Suche mit der klarsten Terminabsicht.

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Praxis-Check

Wie sichtbar ist Ihre Praxis heute? In 2 Minuten sehen Sie, wo Ihre Praxis bei Google steht, mit und ohne Anzeigen, und was als Erstes zu tun ist.

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Reichen 500 Euro im Monat? Eine Beispielrechnung

500 Euro im Monat reichen für eine einzelne, gut eingegrenzte Behandlung an einem Standort, für eine ganze Praxis mit mehreren Leistungen reichen sie nicht.

Die Rechnung dahinter ist einfach, und wir legen jede Annahme offen, damit Sie sie mit Ihren Zahlen ersetzen können.

Annahmen: Klickpreis 4,50 Euro (Mittelwert aus der Tabelle oben), 5 Prozent der Besucher stellen eine Anfrage (Anruf, Formular oder Online-Termin), 60 Prozent der Anfragen werden ein Termin. Beide Quoten sind Erfahrungswerte für Praxis-Seiten, die für Anzeigen gebaut sind. Eine normale Praxis-Startseite liegt oft bei 1 bis 2 Prozent.

Budget pro MonatKlicksAnfragen (5 %)Termine (60 %)Kosten pro Termin
500 €1115 bis 63rund 165 €
1.000 €222116 bis 7rund 150 €
1.500 €33316 bis 1710rund 150 €

Die Kosten pro Termin bleiben in dieser Rechnung bei rund 150 Euro, egal wie hoch das Budget ist. Das Budget entscheidet über die Menge, nicht über den Preis. Der Preis pro Termin fällt erst, wenn die Quote steigt, also wenn mehr Besucher anrufen, und das ist eine Frage der Zielseite, nicht des Geldes.

Ob 150 Euro pro Termin viel oder wenig sind, hängt an der Behandlung. Bei einer professionellen Zahnreinigung für 90 bis 150 Euro rechnet sich der erste Termin nicht, der Patient muss wiederkommen. Bei einem Implantat oder einer Aligner-Behandlung ist die Frage anders gestellt. Deshalb steht am Anfang jeder Kampagne die Entscheidung, welche Behandlung beworben wird, und nicht die Frage nach dem Budget.

Eine ehrliche Einschränkung: Mit 500 Euro liegt die Praxis in den ersten Wochen bei drei bis sechs Anfragen. Das ist zu wenig, um zu lernen, welche Anzeige und welcher Begriff funktionieren. Google braucht Daten, um die Auslieferung zu verbessern, und die Praxis braucht Daten, um zu entscheiden. Wer testen will, plant drei Monate mit mindestens 1.000 Euro ein und entscheidet dann.

Welche Suchbegriffe sich lohnen und welche Geld verbrennen

Es lohnen sich Begriffe, bei denen jemand eine bestimmte Behandlung an einem bestimmten Ort sucht; Geld verbrennen Begriffe, die zu allgemein sind oder die falschen Menschen anziehen.

Begriffe, die in der Regel funktionieren:

  • Behandlung plus Ort: "implantologe berlin", "professionelle zahnreinigung hamburg altona", "kinderzahnarzt köln"

  • Situation plus Ort: "zahnarzt notdienst berlin" (günstig, 2,67 Euro, und der Patient kommt heute)

  • Zielgruppe plus Ort: "zahnarzt angstpatienten münchen" (in der Suche mit 480 Anfragen pro Monat eine der größten Nischen)

  • Terminabsicht: "zahnarzt termin" plus Stadtteil (teuer, aber kurz vor der Buchung)

Begriffe, die Geld kosten und wenig bringen:

  • "zahnarzt" allein oder "zahnarzt deutschland": zu breit, Klicks aus dem ganzen Land

  • "zahnarzt gehalt", "zahnarzt ausbildung", "zfa gesucht": Menschen, die Arbeit suchen, keine Behandlung. Die Suche "zfa gesucht" hat 590 Anfragen im Monat und gehört zu den häufigsten Fehlbuchungen in Praxis-Konten

  • "zahnschmerzen was tun", "zahnfleischbluten ursache": Informationssuche, der Mensch will lesen, nicht anrufen

  • Wettbewerber-Namen: teuer, rechtlich heikel, selten sinnvoll

Das Werkzeug dafür heißt bei Google "auszuschließende Keywords". Jede Kampagne für eine Praxis braucht eine Liste davon, mindestens mit den Wörtern "gehalt", "ausbildung", "job", "stellenangebot", "kostenlos", "selbst machen", "hausmittel". Ohne diese Liste zahlt die Praxis für Klicks von Menschen, die nie Patient werden.

Ein zweites Werkzeug ist der Umkreis. Eine Praxis in Berlin-Charlottenburg braucht keine Klicks aus Marzahn. Wer den Umkreis auf 5 bis 8 Kilometer um die Praxis setzt, verliert Reichweite und gewinnt Patienten, die tatsächlich kommen.

Die Anzeige ist der Anfang: was nach dem Klick passieren muss

Der Klick ist bezahlt, sobald der Patient auf der Seite landet; ob daraus ein Termin wird, entscheidet die Seite, nicht die Anzeige.

Das ist die Stelle, an der die meisten Kampagnen von Praxen verlieren. Die Anzeige verspricht "Implantate in Berlin-Mitte", der Klick landet auf der Startseite, und dort steht das Team, die Öffnungszeiten und ein Menü mit zwölf Punkten. Der Patient sucht nach "Implantate", findet den Punkt nach drei Sekunden nicht und ist weg. Bezahlt ist der Klick trotzdem.

Vier Dinge braucht die Seite, auf der eine Anzeige landet:

  1. Dieselben Worte wie die Anzeige. Wer "Implantate" gesucht und geklickt hat, muss "Implantate" als Erstes lesen. Das erhöht auch den Qualitätsfaktor, also senkt es den Klickpreis.

  2. Eine Handlung, die ohne Suchen geht. Telefonnummer zum Antippen, Online-Terminbuchung oder ein kurzes Formular. Auf dem Handy ganz oben, nicht am Seitenende.

  3. Ladezeit unter zwei Sekunden. Die meisten Klicks kommen vom Handy, oft unterwegs. Eine Seite, die vier Sekunden lädt, verliert einen Teil der Besucher, bevor sie etwas gelesen haben.

  4. Ein Grund, dieser Praxis zu vertrauen. Bewertungen, ein Foto des Behandlers, die Erfahrung mit genau dieser Behandlung. Zwei Sätze reichen, aber sie müssen da sein.

Dazu kommt die Messung. Ohne Anruf-Messung und Formular-Messung weiß niemand, welcher Begriff die Anfragen bringt und welcher nur Klicks. Google kann Anrufe direkt aus der Anzeige zählen, und mit einer Weiterleitungsnummer auch Anrufe von der Website. Wer das nicht einrichtet, optimiert blind.

Suchmaschinenoptimierung oder Google Ads: was zuerst?

Google Ads bringt ab dem ersten Tag Anfragen und kostet jeden Monat, die Sichtbarkeit ohne Anzeigen braucht drei bis zwölf Monate und bringt danach Anfragen ohne Klickkosten; die meisten Praxen brauchen beides, nur in unterschiedlicher Reihenfolge.

Google AdsSichtbarkeit ohne Anzeigen
Erste Anfragenin Tagenin Monaten
Laufende Kostenpro Klick, jeden MonatArbeit am Anfang, danach Pflege
SteuerbarkeitBudget und Begriffe jederzeit änderbarGoogle entscheidet, wann und wie
Wenn das Geld ausgehtAnfragen enden sofortAnfragen laufen weiter
Typischer Einsatzneue Praxis, neue Behandlung, freie Termine kurzfristig füllendie Grundlast an Neupatienten dauerhaft sichern

Die Reihenfolge, die in der Regel passt: Eine neue Praxis oder eine Praxis mit leerem Kalender startet mit Anzeigen, weil sie nicht ein halbes Jahr warten kann. Parallel wird die Website so gebaut, dass sie auch ohne Anzeigen gefunden wird, allen voran das Google-Unternehmensprofil mit Bewertungen, denn das erscheint bei jeder Suche mit Ortsbezug in der Karte. Nach sechs bis zwölf Monaten kommt ein Teil der Anfragen über die Karte, und das Anzeigen-Budget kann auf die Behandlungen konzentriert werden, die den höchsten Honorarumsatz bringen.

Was nicht funktioniert: Anzeigen als Ersatz für eine schwache Website. Der Klickpreis bleibt hoch, die Anfragen bleiben aus, und das Fazit lautet dann "Google Ads funktioniert bei uns nicht". Meist lag es an der Seite hinter der Anzeige.

Sechs Fehler, die in Praxis-Konten am meisten kosten

Die teuersten Fehler bei Google Ads für Zahnärzte sind Entscheidungen, die am Anfang zu schnell getroffen wurden, die Technik ist selten das Problem.

  1. Die Startseite als Ziel. Siehe oben. Jede beworbene Behandlung braucht ihre eigene Seite.

  2. Keine auszuschließenden Keywords. Die Praxis zahlt für "zahnarzt gehalt" und "zfa gesucht". Nach vier Wochen im Konto nachsehen, welche Suchbegriffe tatsächlich Klicks gebracht haben, ist die schnellste Sparmaßnahme.

  3. Zu großer Umkreis. Ganz Berlin statt drei Bezirke. Klicks von Menschen, die 45 Minuten fahren müssten und es nicht tun.

  4. Anzeigen laufen nachts und am Wochenende, wenn niemand ans Telefon geht. Wer keinen Online-Kalender hat, sollte die Anzeigen auf die Sprechzeiten begrenzen. Wer einen hat, lässt sie laufen, weil viele Patienten abends buchen.

  5. Keine Anruf-Messung. Ohne Messung sieht die Praxis nur Klicks und hält die Kampagne für erfolglos, obwohl das Telefon geklingelt hat. Oder umgekehrt.

  6. Nach drei Wochen abschalten. Google braucht Daten, um die Auslieferung zu verbessern. Ein Konto, das alle drei Wochen umgebaut wird, lernt nichts. Drei Monate mit einer stabilen Struktur sind die Mindestlaufzeit, um zu urteilen.

Ein siebter Punkt gehört nicht zu den Fehlern, aber zu den Missverständnissen: Der Klickpreis ist keine feste Zahl. Er verändert sich mit der Jahreszeit, mit dem Wettbewerb im Umkreis und mit dem eigenen Qualitätsfaktor. Wer im Januar 6 Euro zahlt, kann im Juli bei 4 Euro liegen. Deshalb ist eine Kampagne nie fertig, sie wird geführt.

Was das Heilmittelwerbegesetz bei Anzeigen erlaubt

Google Ads für eine Zahnarztpraxis unterliegt dem Heilmittelwerbegesetz und der Berufsordnung der Zahnärztekammer, und beide setzen der Anzeige Grenzen, die eine normale Agentur nicht kennt.

Erlaubt ist sachliche Information: welche Behandlungen die Praxis anbietet, wo sie ist, wann sie geöffnet hat, welche Qualifikationen der Behandler hat, wie ein Termin zustande kommt. Verboten oder heikel sind Vorher-nachher-Bilder in der Werbung für operative Eingriffe, Heilversprechen ("schmerzfrei", "garantiert"), Angstwerbung, Preise als Lockangebot für zahnärztliche Leistungen und irreführende Vergleiche. Auch Patientenbewertungen dürfen in der Anzeige nicht so eingesetzt werden, dass sie eine Wirkung versprechen.

Für die Praxis heißt das: Die Anzeige beschreibt, was sie tut, und lässt den Patienten entscheiden. "Implantologie in Berlin-Mitte, Beratungstermin online buchen" geht. "Feste Zähne an einem Tag, garantiert schmerzfrei" geht nicht. Wer unsicher ist, fragt die Zahnärztekammer, die Kammern beraten dazu kostenfrei.

Was Google Ads bei einer Praxis auslösen kann: ein Fall

In einer oralchirurgischen Praxis stiegen die eigenen Anfragen für Implantate um 130 Prozent pro Monat, bei durchschnittlich 34 Euro pro Anfrage.

Der Fall ist eine oralchirurgische Praxis in Berlin, die DoktorLeads betreut. Drei Dinge haben den Unterschied gemacht, und keines davon war das Budget: Die Anzeigen liefen nur für Implantologie, nicht für die ganze Praxis. Der Klick landete auf einer Seite, die nur über Implantate sprach. Und jede Anfrage wurde gemessen, sodass nach vier Wochen klar war, welche Suchbegriffe Anfragen brachten und welche nur Klicks.

34 Euro pro Anfrage bei einer Behandlung, die im vierstelligen Bereich liegt, ist eine Rechnung, die aufgeht. Sie gilt für diese Praxis, diesen Standort und diese Behandlung. Bei einer Zahnreinigung in einer Kleinstadt sieht sie anders aus, und das ist der Grund, warum wir vor jeder Kampagne zuerst rechnen und dann buchen.

Selbst machen oder eine Agentur beauftragen?

Eine Praxis kann Google Ads selbst einrichten, die laufende Führung kostet aber jede Woche zwei bis drei Stunden, und die kosten mehr als die Agentur.

Das Konto ist in einer Stunde angelegt, die erste Kampagne in einem Nachmittag. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, was danach kommt: die Suchbegriffe prüfen, die nichts bringen, die Gebote anpassen, die Anzeigentexte testen, die Zielseite nachziehen, die Messung kontrollieren. Wer das als Praxisinhaber selbst macht, macht es zwischen zwei Patienten, und dann bleibt es liegen. Eine Behandlungsstunde ist mehr wert als eine Stunde im Anzeigenkonto.

Eine Agentur lohnt sich, wenn sie drei Dinge liefert: Sie kennt die Klickpreise und Begriffe der Zahnmedizin, sie baut die Zielseite mit, und sie zeigt der Praxis jeden Monat, welche Anfrage aus welcher Suche kam. Wer nur Klicks berichtet, berichtet Kosten. Wer Anfragen berichtet, berichtet Ergebnisse.

Häufige Fragen

Reichen 500 Euro pro Monat für Google Ads als Zahnarzt?

Für eine einzelne Behandlung an einem Standort ja, für die ganze Praxis nein. Bei einem mittleren Klickpreis von 4,50 Euro kauft die Praxis rund 110 Klicks, daraus werden bei einer guten Zielseite fünf bis sechs Anfragen. Zum Testen sind drei Monate mit mindestens 1.000 Euro sinnvoller, weil erst dann genug Daten für eine Entscheidung vorliegen.

Was kostet ein Klick auf eine Zahnarzt-Anzeige?

Zwischen etwa 2 und 9 Euro. Günstig sind Kosten-Fragen wie "professionelle zahnreinigung kosten" (2,27 Euro), teuer sind Terminsuchen wie "zahnarzt termin" (9,04 Euro). Quelle: Google Ads Keyword Planner, Deutschland, September 2026.

Google Ads oder SEO: was lohnt sich für eine Zahnarztpraxis?

Beides, in dieser Reihenfolge: Anzeigen für schnelle Anfragen, parallel das Google-Unternehmensprofil und die Website so aufbauen, dass die Praxis auch ohne Anzeigen gefunden wird. Nach sechs bis zwölf Monaten kann das Anzeigen-Budget auf die Behandlungen konzentriert werden, die den höchsten Honorarumsatz bringen.

Welche Suchbegriffe sollte eine Zahnarztpraxis buchen?

Behandlung plus Ort ("implantologe berlin"), Situation plus Ort ("zahnarzt notdienst berlin") und Zielgruppe plus Ort ("zahnarzt angstpatienten münchen"). Ausgeschlossen werden Begriffe rund um Jobs, Gehalt, Ausbildung und Informationssuchen wie "zahnschmerzen was tun".

Ist Werbung für Zahnärzte bei Google überhaupt erlaubt?

Ja, sachliche Werbung ist erlaubt. Das Heilmittelwerbegesetz und die Berufsordnung verbieten Heilversprechen, Vorher-nachher-Bilder für operative Eingriffe, Angstwerbung und irreführende Preisangaben. Die Zahnärztekammern beraten dazu.

Wie schnell bringt Google Ads einer Praxis Anfragen?

Die ersten Klicks kommen am Tag der Freischaltung, die ersten Anfragen in der ersten Woche, wenn die Zielseite passt. Verlässliche Zahlen, mit denen sich Begriffe und Anzeigen bewerten lassen, gibt es nach vier bis sechs Wochen.

Fazit

Google Ads für Zahnärzte ist eine Rechnung mit drei Stellschrauben: Suchbegriff, Zielseite, Behandlung. Die Klickpreise liegen zwischen 2 und 9 Euro, das Budget bestimmt die Menge der Anfragen, die Zielseite bestimmt ihren Preis. Wer die Startseite bewirbt, zahlt für Klicks; wer eine Behandlungsseite bewirbt und die Anrufe misst, zahlt für Patienten. Der Rest ist Führung, jede Woche, nicht einmal im Quartal.

Wo steht Ihre Praxis heute?

Ob Ihre Praxis bei den Suchen aus diesem Artikel auftaucht, mit Anzeigen oder ohne, zeigt der Praxis-Check. Sie beantworten sechs Fragen zu Praxis, Behandlungen und Standort, wir prüfen Ihre Sichtbarkeit bei Google und schicken Ihnen Ihren Marketing-Plan.

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Dieser Artikel ist eine Einordnung aus der Praxis und ersetzt keine Rechtsberatung.

Daniel Walter

Daniel Walter

Ihr fester Ansprechpartner, DoktorLeads

Ist für Praxen da, vom Praxis-Check bis zur vollen Praxis, und begleitet die Zusammenarbeit von der ersten Anfrage bis zum Quartalsgespräch.

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